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Burg- und Handwerkermarkt

Nachlese 2009

Am Samstag, den 03.10.2009 (Tag der Deutschen Einheit) fand der 17. Traditionelle Handwerkermarkt statt.

Hier der Bericht im Mitteilungsblatt Windeck vom 09. Oktober 2009:

„Hier gibt's immer soooo viel Schönes zu sehen!" - Herrlicher Burg- und Handwerkermarkt in Altwindeck

Am Tag der Deutschen Einheit fand auf dem Gelände des urigen Museumsdorfes Altwindeck der von Groß und Klein immer wieder gern besuchte Burg- und Handwerkermarkt statt, der vom Förderverein des Heimatmuseums e.V. bereits zum 17. Mal mit viel Liebe und Mühe durchgeführt wurde.
Mit einem Kanonenschlag aus der neuen Lafette gings um 11 Uhr los. Die Glocken wurden gebeiert, die mittelalterliche Gruppe Kukuruz wünschte in humorvoller Darbietung ein schönes Fest und auch Windecks Bürgermeister Jürgen Funke fand die richtigen Worte für die touristisch größten Attraktionen Windecks - das Museumsdorf Altwindeck und seinen wunderschönen Handwerkermarkt. Er dankte dem langjährigen Vorsitzenden Dieter Steinhauf und seiner Frau Anne für ihr Engagement und ihre Verdienste um die Heimat Windeck, die dieses Lob gerne an alle Helferinnen und Helfern weitergab. Anschließend begann das bunte Treiben, welches Tausende von Besuchern aus nah und fern ins Windecker Ländchen lockte.
Traditionelles Handwerk wurde nach allen Regeln der Kunst beeindruckend vorgeführt: Bei ihrer Arbeit waren u.a. Korbflechter, Töpfer, Schreiner, Sattler, Besenbinder, Zinngießer, Glasbläser, Buchbinder, Schmied und viele mehr zu bewundern, aber es durfte auch selbst ausprobiert werden, was diesen Handwerkermarkt so einzigartig macht.
Neben zahlreichen Ausstellern, die bereits seit Jahren das Angebot des Marktes bereicherten, waren diesmal 17 neue Teilnehmer dabei. So stellte sich z.B. erstmalig das Trachtenmuseum Westerwald vor und die Besucher konnten einem Wappenhersteller bei seiner Kunst zuschauen. Ein besonderer Augenschmaus waren auch in diesem Jahr „Die Hanghöhner", welche Folkloretänze aus aller Welt vorführten. Zum Messen der Kampfkraft und Geschicklichkeit stand der Schwarze Ritter „aus dem fernen Orient Eitorf" für Schwertkämpfe lange bereit. Des Weiteren wurden sowohl Alpakas aus Windeck-Kohlberg als auch eine seltene Fuchsschafrasse und der Esel Fridolin, welcher die Göpelmühle für den Müller antrieb, nicht nur von Kinderaugen bestaunt.
Auch wie unser Schmied ein Pferd beschlägt, oder der Weg vom Korn zum Brot war an diesem Tag wieder zu bewundern. Der Sensenmacher dengelte und gab gute Tipps zu Mähen und an zahlreichen Ständen konnte nicht nur zugeschaut sondern auch mitgebastelt und ausprobiert werden. Unser Uhrmacher Jochen Bosen stand in der Uhrwerkstadt des Heimatmuseums den Interessierten Rede und Antwort und zeigte seine beachtlichen handwerklichen Fähigkeiten und auch im Innenbereich des Museumsdorfes erwartete die Gäste ebenfalls ein abwechslungsreiches Angebot. Ob Schmuck in allerlei Variationen, Zinnfiguren, herbstliche Dekorationsartikel, Sägearbeiten, Ölmanufaktur, Lokale Agenda 2010, Webarbeiten, ein erstmalig teilnehmender Konditor mit seinen verführerischen Pralinen und seinem Schokoladenbrunnen - für jeden Besucher war etwas dabei sein.
Für das leibliche Wohl sorgten einige Windecker Vereine sowie ortsansässige Metzger mit ausgewählten Speisen und Getränken wie z.B. Reibewaffeln aus historischen Waffeleisen, Däller Reibekuchen, Panhas, dem Windecker Burgthaler, den Kartoffelgerichten der Landfrauen, frisch gepresster Apfelsaft und Leckeres aus den Obernauer Kochbüchern (sehr zu empfehlen waren auch die heißen Liköre, insbesondere der erstmalig ausgeschänkte Brombeerschnaps und die unvergleichlich leckeren Kräbbelchen). Windecker Schnapsbänke wurden vor Ort von Gerd Gutmann zusammengebaut, der extra 190 km aus Bad Wildungen nach Altwindeck anreiste, um seine originelle Idee vor Ort zu demonstrieren und nach individuellen Wünschen zu beschriften. Seine Frau Gaby bot einen selbst hergestellten und sehr leckeren Holunderlikör an. Als Gäste des letzten Marktes waren sie so begeistert von der Arbeit der Museumsförderer, dass sie sich um einen Stand auf dem Burgmarkt bewarben und den Erlös ihrer Einnahmen dem Förderverein Heimatmuseum e.V. für ihre Arbeit spendeten.
Das vor Ort hergestellte Brot aus dem Dorfbackes, welches es zu kaufen oder direkt im Dorfhaus z.B. mit Eierstich, Käse oder Leberwurst und weiteren Leckereien belegt, zu verköstigen gab, aber auch der im Backes selbst hergestellte Streusel- und Apfelkuchen, verbreiteten auf dem Gelände des Museumsdorfes einen atemberaubenden leckeren Duft.
Dies alles lockte auch das Fernsehen an, welches an dem Tag für ihren Film „Die Sieg-Flüsse der Genüsse" drehte. Eigentlich waren 3 Stunden eingeplant, aus denen aber schnell 6 Stunden wurden, denn das Filmangebot war so groß. Der Filmbericht wird im Januar 2010 im SWF zu sehen sein, wir informieren sie rechtzeitig. Auch ein Radiosender berichtete live vom Burg- und Handwerkermarkt und der Geschäftsführer des Fördervereins Heimatmuseum, Jens Klein, als auch die Reporterin Johanna Tänzer riefen immer wieder in Direktschaltungen zu Sender zum Besuch dieses beeindruckenden Marktes auf.
Die junge Reporterin war so begeistert, das sie Vieles selbst machen durfte, dass sie viele Sachen spontan ausprobierte und z.B. beim Glasblasen von „Weihnachtsostereiern::))" eine tolle Figur zeigte, aber ebenso beim Apfelsaftpressen, Korn mahlen, Bogenschießen und erst Recht beim Springseilherstellen und anschließendem hüpfen!!!
Sie war vom 17. Burg- und Handwerkermarkt im Museumsdorf Altwindeck genauso begeistert wie alle Aussteller und Besucher, die sie befragte und wird Windeck und das Heimatmuseum Altwindeck sicher öfters und nicht nur/aber auch zu seinen weiteren Veranstaltungen wieder gerne besuchen.

Diashow auf Youtube

Bericht im Rhein-Sieg-Anzeiger

Bildergalerie im Rhein-Sieg-Anzeiger

Eindrücke vom Handwerkermarkt 2009

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